Montag, 12. Januar 2015

Die FinTech-Startup - Szene in der Schweiz

Von Ralf Keuper

Kein anderes Land Europas ist auf den ersten Blick als "Hub" für FinTech-Startups so geeignet, wie die Schweiz. In kaum einer größeren Volkswirtschaft der Welt hat der Bankensektor eine so herausragende Bedeutung mit den Großbanken UBS und Credit Suisse, den zahlreichen, namhaften Privatbanken wie Julius Bär, den Kantonalbanken, wie der ZKB und den Raiffeisenbanken. Abgerundet wird der Gesamteindruck noch durch die ebenfalls überdurchschnittlich hohe Anzahl von Bankensoftware-Herstellern wie Temenos, avaloq, Finnova und Crealogix. 
Der Finanzplatz Zürich zählt zu den wichtigsten weltweit. Daneben ist die Stadt auch der führende ICT-Standort des Landes.
In letzter Zeit kamen jedoch hier und da Zweifel auf, ob der Bankenplatz Schweiz in Zukunft noch konkurrenzfähig ist.

Insgesamt optimale Voraussetzungen für die Entstehung einer lebhaften FinTech-Startup - Szene. Und tatsächlich: Einige "Junge Wilde" sorgen für frischen Wind im betont konservativen Schweizer Bankensektor, darunter:
Insbesondere der Bereich Online-Wealth-Management ist für die Schweiz von zentraler Bedeutung. 

Auch an Veranstaltungen herrscht in der Schweiz kein Mangel, wie eine Auswahl zeigt:
Zu den Protagonisten und Investoren in der Schweiz, die sich für und/oder in FinTech-Startups engagieren zählen:
Update (14.01.2015)

Marc P. Bernegger hat zwischenzeitlich auf LinkedIn eine Liste der führenden Persönlichkeiten der Schweizer FinTech-Szene gepostet. 

Im vergangenen Jahr haben einige Schweizer FinTech-Startups den Interessenverband SFS – Swiss Finance Start-ups gegründet.

Wie anderswo auch, tun sich die Banken in der Schweiz schwer, mit der Digitalisierung Schritt zu halten. Eine Swisscom-Studie kam zu dem Schluss, dass die Schweizer Banken zu wenig innovativ seien. Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangte finews.ch in Fintech-Szene: Wo sind die Schweizer Banken? Noch immer belasten die Altlasten der Banken die Innovation
Dennoch beginnen die Schweizer Banken ihre Zurückhaltung abzulegen, wie die Credit Suisse, die eine Digital Division mit 150 Mitarbeitern aufbaut, sowie Julius Bär, wo man den Kauf innovativer FinTech-Startups ins Auge gefasst hat.

Der CIO der UBS, Oliver Bussmann, überraschte vor einigen Monaten mit der Aussage, dass die Blockchain, häufig auch als Bitcoin-Technik bezeichnet, das Potenzial habe, die Finanzindustrie tiefgreifend zu verändern. Im Bereich Wealth-Management will die UBS auch digital die Führungsrolle übernehmen, so Andreas Kubli in einem Interview.

Die Bitcoin Suisse AG sowie die Bitcoin Associataion Switzerland wollen der digitalen Währung in der Schweiz zum Durchbruch verhelfen. 

Update:
Mark Caruso machte mich über twitter darauf aufmerksam, dass die spannendsten Unternehmen der Schweizer Bitcoin-Szene fehlen, als das wären:
Das Thema Ethical Finance behandeln die Vorbänker um Barbara Bohr. Der Blog BANKINGUNDFINANCE.CH beschäftigt sich mit Fragen des Banking und der Bank-IT. Weitere lesenswerte Blogs sind Der Finanzprodukt Blog von Christian König und der IFZ Retail Banking Blog von Andreas Dietrich

Die Zukunft wird zeigen, ob die Schweiz im FinTech-Segment eine vergleichbare Bedeutung erreicht, wie zuvor im "klassischen" Banking. Derzeit liegen London, Berlin und Amsterdam noch vorne. Und auch in Skandinavien hat sich eine dynamische FinTech-Startup-Szene gebildet.

Kommentare:

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